Im Gespräch: Gina Frenschock

Im Gespräch mit Gina Frenschock möchten wir heute einen weiteren Eindruck über die Frauen im Verein vermitteln. Gina spielt in der zweiten Mannschaft der Frauen und ist dort als Kapitän tätig. Außerdem hilft sie bei Personalnot auch in der ersten Mannschaft aus und ist ein gern gesehener Gast bei den Spielen der Herrenmannschaften. Bei der zweiten Frauenmannschaft kommt sie derzeit auf 9 Einsätze in 9 Spielen – 643 Minuten und zwei Tore stehen ebenfalls in der Statistik der 28 Jahre jungen Spielerin.

Redaktion: Hallo Gina, freut mich dass du für ein Gespräch bereit stehst. Ihr habt nun Winterpause mit der zweiten Frauenmannschaft – endlich abschalten oder könnte es weiter gehen?

Gina: Hallo Chris. Freue mich über die Einladung zum Gespräch und natürlich stehe ich gerne bereit. Ich finde die Winterpause noch recht früh dieses Jahr, da ich lieber bei kälteren Temperaturen spiele. Aber im Großen und Ganzen bin ich trotzdem froh. Abschalten kann man noch nicht sagen, da wir trotzdem weiter einmal die Woche trainieren und im Dezember dann auch die Hallenphase los geht. Darauf freue ich mich besonders.

Redaktion: In der Liga habt ihr bislang zwei Siege, fünf Unentschieden und zwei Niederlagen erspielen können – zuletzt gab es einen Sieg gegen den SC Klein-Mutz. Was denkst du wie es in der im März startenden Rückrunde weiter gehen wird?

Gina: Ich hoffe das wir aus den 5 Unentschieden mehr Siege erzielen können. In der Pause steht denke ganz klar auf den Plan mehr für den Angriff zu tun. Auch wenn wir das in der Vergangenheit schon vermehrt getan haben. Uns fehlt der sogenannte Knipser. Aber ich denke es wird genauso gut weiter gehen. Wir sind eine fast komplett neu zusammen gewürfelte Mannschaft. Wir haben uns von Spiel zu Spiel gesteigert und denke das werden wir dann in der Rückrunde weiter zeigen.

Redaktion: Was kannst du uns zur Stimmung in der Mannschaft sagen? Du erwähntest, dass ihr eine recht frisch zusammen spielende Truppe seid, passen da alle Persönlichkeiten zusammen?

Gina: Die Stimmung ist im Allgemeinen ziemlich gut. Egal ob im Training oder bei den Spielen. Im Grunde genommen sind wir einmal der alte Kern vom letzten Jahr und die neu hinzugekommenen Mädels der B-Mannschaft. Dadurch kam frischer und junger Wind in unsere Mannschaft, was ich persönlich sehr gut fand. Aber seien wir mal ehrlich. Es werden nie alle Persönlichkeiten zusammen passen. Aber wir haben uns alle gut zusammen gerauft und kommen gut miteinander klar.

Redaktion: Das klingt ja sehr vielversprechend. Du bist auch sehr oft bei den Spielen der Herren zu sehen, schaust dort regelmäßig zu. Ist dir diese Verbundenheit im Verein sehr wichtig, dass sich die Mannschaften untereinander unterstützen und anfeuern?

Gina: Ja das ist mir schon wichtig. Ich liebe einfach den Fussball und bin gerne am Platz. Da mittlerweile auch Freundschaften draus entstanden sind fährt man gerne zu den Spielen hin und unterstützt die Herrenmannschaften.

Redaktion: Du sagst, du liebst den Fussball – wie kamst du zum Fussball und wer waren deine Idole? Die letzten Worte gehören dann natürlich dir.

Gina: Meiner Oma habe ich es zu verdanken, dass ich zum Fussball gekommen bin. Sie ist seit Jahrzehnten schon beim SV Mühlenbeck tätig und hat mich immer zu den Herrenspielen mitgenommen. Mit 13 Jahren hat sie mich dann bei der damals noch aktiven Frauenmannschaft von Mühlenbeck angemeldet und so habe ich erstmal mit trainiert bis ich dann mit 16 Jahren aktiv an den Punktspielen teilnehmen durfte.

Somit ist mein Vorbild auch meine Oma. Sie setzt sich so viel für den Fussball ein. Auch in ihrem schon hohen Alter. Sehr bemerkenswert und hoffe das ich mit 70 Jahren dann auch noch so aktiv sein werde.

Rein Fußballerisch ist es aber ein ganz anderer.  Seit der EM 2004 ist Cristiano Ronaldo mein Vorbild. Viele werden sicherlich jetzt die Augen rollen aber es ist herausragend was er alles geleistet hat. Deswegen auch meine Rücknummer.

Zum Abschluss möchte ich mich bei dir Chris bedanken, für deine Arbeit. Bei meiner Mannschaft für die wie ich finde doch gute Saison, was zum Anfang keiner gedacht hätte. Und bei unserem Trainer Marko Bittner, dass er aus einem Haufen, eine Mannschaft gemacht hat.

Nun wünsche ich allen eine besinnliche Weihnachtszeit und einen hoffentlich guten Rutsch ins neue Jahr.