Letzter Heimsieg der Hinrunde

Im letzten Heimspiel der Hinrunde traf unsere erste Herrenmannschaft an einem grauen, wolkigen und leicht verregneten frühen Nachmittag auf den FC Falkenthaler Füchse 1994. Die Situation vor dem Spiel war klar: Aus Borgsdorfer Sicht muss man an diesem Samstag gewinnen, um in der Tabelle weiterhin Fuß zu fassen und sich zu etablieren. Beim Sieg in der letzten Woche rückte man bereits näher an das Mittelfeld ran, blieb jedoch auf dem 14. Tabellenplatz. In dieser Woche ist es rechnerisch möglich, ein paar Plätze gut zu machen. Trainer Ratajczak sagte der Mannschaft bereits früh in der Saison, dass man die Früchte der harten Trainingsarbeit bald tragen werde – zuletzt ist man eines der formstärksten Teams der Liga und bestätigt die Aussage des Trainers.

Unsere Aufstellung

Michael Kleeblatt
Stefan Seitz
Sofiane Benbrahim
Yannic Viehrig
Nils Ole Puhlmann
Tim Wittenberg
Philip Degener
Kevin Potyralla
Vincent Lipp
Dirk Warnke
Marius Wutschick

Auf der Bank

Maximilian Pade
Elias Viertel
Heinrich Bredow
Maximilian Kürschner
Ivan Bacak

Vor etwa 30 Zuschauern pfiff Schiedsrichter Fabio Stemmler pünktlich an. Man merkte an der Körperspannung der auf dem Platz stehenden Akteure bereits, dass man sich intensiv in dieses Spiel werfen und Punkte mitnehmen möchte – beide Teams waren voll fokussiert. Bereits in der ersten Minute dann der schnelle Durchbruch der Falkenthaler: Nach einem schönen Pass steht die Verteidigung der Borgsdorfer etwas zu weit vom angreifenden Spieler weg, welcher sich gegen zwei Spieler durchsetzt und aus etwa 16 Meter zentral vor dem Tor abschloss und sein Glück in der linken Ecke suchte. Torwart Kleeblatt jedoch war bereits hellwach und zeigte mit einem heldenhaften Reflex, warum er seit Jahren das Tor der Truppe sauber hielt. Er lenkte den präzisen Ball an den Pfosten, von wo der Ball dann ins Aus flog.

In der Folge baute sich das Spiel langsam auf, Borgsdorf übernahm das Zepter und konnte den Ballbesitz verwalten. In der ersten Halbzeit erspielten sich die Borgsdorfer erste Chancen, trafen jedoch das Tor nicht. Warnke, Lipp, Wutschick, Potyralla und Degener kombinierten in der Offensive gut und konnten sich so vor das Tor spielen. Auch Seitz und Viehrig waren vereinzelt an Vorstößen beteiligt und zeigten sich heute sehr spielfreudig. Zur Halbzeit jedoch blieb es beim 0:0. Beide Teams hatten die Gelegenheit(en) nicht genutzt, um etwas für den Punktestand zu tun.

In der Halbzeit gab es dann den abgesprochenen Wechsel zwischen Wutschick und Bacak. In der zweiten Halbzeit dann ging es ebenso spektakulär wie in der Ersten los: Diesmal waren es jedoch nicht die Gäste mit dem Vorstoß sondern die Borgsdorfer, als sie erneut eine Riesenchance liegen ließen. In der Folge spielte Borgsdorf sehr dominant und konnte sich ein ums andere Mal vor das Tor der Gäste spielen. Die Partie wurde mittlerweile etwas ruppiger geführt und auf beiden Seiten gab es kleinere Fouls, welche den Spielfluss störten. In der 64. Minute aber, nach einer Ecke, sprang Dirk Warnke perfekt um den Ball zum wichtigen 1:0 einzuköpfen. Der Jubel des Teams war sehr ausgelassen, das Ergebnis hochverdient und längst überfällig. Wenige Minuten später wurde Torwart Kleeblatt am Bein erwischt und musste das Feld verletzungsbedingt verlassen. Maximilian Pade stand fortan im Tor.

Das Spiel, mittlerweile fast uneingeschränkter Angriffsfussball unserer Borgsdorfer, veränderte sich dadurch aber nicht. Es war weiterhin dominant, knackig und wenn die Außenspieler Borgsdorfs in Szene gesetzt wurden sehr schnell. Betreuer Ewert und Trainer Ratajczak sowie die Ersatzbank befürchteten bereits, dass all die liegen gelassenen Chancen sich rächen würden. Allerdings hatte Kapitän Vincent Lipp etwas dagegen, als er in der 90. Minute seinen Gegenspieler schwindlig spielte und den Ball ins Tor buxierte. Grenzenloser Jubel bei der Heimmannschaft war die Folge. Maximilian Kürschner wurde kurz vor Ende noch für Philip Degener eingewechselt, nicht viel später dann der Abpfiff.

Zusammengefasst erspielte man sich im letzten Heimspiel vor der Winterpause ein deutliches Chancenplus und verdient gegen Falkenthal absolut verdient mit 2:0. Nach dem Spiel gab es nicht wenige Stimmen, welche vom besten Spiel der Saison sprachen. Nachdem man letzte Woche über den Kampf kam und Wriezen so die Punkte abnehmen konnte, war es diesmal eine spielerisch absolut solide Leistung.