Im Gespräch: Dr. Mario Schulz

Auch die zweite Herrenmannschaft geht in die Winterpause. Wir haben dies zum Anlass genommen, unserem Kapitän ein paar Fragen zu stellen. Dr. Mario Schulz ist einer der entscheidenden Säulen in der Defensive der Mannschaft, kommt auf 7 Spiele (612 Minuten) und hat zwei Tore erzielen können. Wir wollen wissen, wie es ist als Aufsteiger oben mitzuspielen, wie es um seine Verletzungen und den Pausen zuletzt steht sowie, wie wichtig die Stimmung in der Mannschaft für den Erfolg ist.


Redaktion: Hallo Mario, schön dass du Zeit gefunden hast und uns zur Verfügung steht – zu aller erst: Wie ist es, sich als Aufsteiger Herbstmeister nennen zu dürfen?

Mario: Hallo Chris, vielen Dank für die Einladung. Sicherlich ist es für die Truppe und auch für mich persönlich ein schönes Gefühl die Staffel als Liganeuling ein Stück weit dominiert zu haben. Dass wir einige unserer Ortsnachbarn, von denen Spieler nach Borgsdorf wechselten, mitunter deutlich besiegen und damit hinter uns lassen konnten, fühlt sich gut an. Nüchtern betrachtet ist das Ergebnis aber nicht wirklich eine Überraschung für uns. Nahezu alles unserer Spieler haben in ihrer Laufbahn schon (zum Teil bedeutend) höherklassig gespielt. Dieser Umstand gepaart mit der überragenden Stimmung und dem erstklassigen Zusammenhalt in unserer Truppe führt dann meines Erachtens zwangsläufig dazu, dass du ganz oben mitspielst. Zuletzt muss man auch sagen, dass sich das Niveau der Mannschaften der zweiten und ersten Kreisklasse kaum unterscheidet.

Redaktion: Du bist auf dem Platz ein „echter Leadertyp“ und motivierst deine Jungs ein ums andere Mal zu Konzentration, Wille und Kampf. Leider jedoch hast du in der Hinrunde – verletzungsbedingt – auch teils nur zuschauen dürfen. Wie schmerzhaft ist es, nicht mitwirken zu können?

Mario: Das Pushen der Jungs bis an ihre Grenzen ist Teil meines Beitrags an die Mannschaft und wird auch gern von ihnen angenommen. Für einen leidenschaftlichen Fußballer gibt es nichts schlimmeres als mitwirkungslos nur zusehen zu müssen. Wahrscheinlich war es das, was mich dazu getrieben hat, während unserer Spiele wie ein Duracell-Hase lautstark an der Seitenlinie herumzuspringen. Die letzten Ausläufer der Verletzung werden jetzt auskuriert, so dass ich spätestens am ersten Spieltag der Rückrunde wieder zu 100% fit bin. Darauf freue ich mich natürlich riesig.

Redaktion: Dann wünsche ich eine gute Genesung und hoffe dich bald wieder auf dem Platz zu sehen. Kommen wir nun etwas zu deinem Werdegang: Wie bist du zum Fussball gekommen und wer war dein fussballerisches Idol?

Mario: Besten Dank. Mein Weg zum Fußball war eher unspektakulär. Ich war ein kleiner Junge, der es liebte dem Ball hinterher zu rennen. Nachdem ich fast im gesamten Jugendbereich auf der Torwartposition zu Hause war, langweilte mich das im Männerbereich und ich wechselte ins Feld. Ein richtiges Idol hatte ich eigentlich nie. Ich möchte und mag lediglich den Spielertyp, der mit bedingungslosem Einsatz und  absoluten Siegeswillen agiert. Heute habe ich – wie viele andere sicherlich auch – mit Vincent Lipp mein fußballerisches Idol gefunden.

Redaktion: Ich bedanke mich für deine Zeit Mario. Die letzten Worte gehören dir.

Mario: Zunächst möchte ich mich bei Dir Chris für dein Engagement bedanken. Endlich hat der Borgsdorfer Fußball wieder eine funktionierende Internet- und Social Media-Präsenz. Bedanken möchte ich mich aber auch bei allen weiteren Funktionären und Helferlein im Verein. Es macht viel Spaß hier seiner Leidenschaft nachzugehen. Ich möchte abschließend die Gelegenheit nutzen und ein paar Sätze zu unserem Trainerduo loswerden. Peter Holland ist ein prima Typ, der mit seiner liebenswerten Art viel für die Mannschaft tut. Ihm gilt an dieser Stelle großer Dank. Einen genauso großen Anteil am Gelingen des Projekts „2.Männer“ kommt aber auch Markus Binder zu, der zwar ein wenig im Schatten von Peter steht, aber mit viel Fingerspitzengefühl dafür sorgt, dass die Truppe mit allen zum Teil komplizierten Charakteren funktioniert und zusammenbleibt. Diverse Spieler sind deshalb zur Zweiten gekommen und dauerhaft mit an Bord. Auch Dir Markus, danke!