Herzblut, Teamgeist, Willensstärke – Trotz Niederlage – Borgsdorfer Damen zeigen starken Auftritt

Am Sonntagnachmittag spielten unsere Damen I gegen die Gäste des FSV Babelsberg 74. Das Hinspiel war noch in guter Erinnerung, so haben wichtige Spielerinnen bei dem Nachholtermin Freitagabends, im November 2019 gefehlt. Das Hinspiel wurde mit 0:9 verloren. Unsere Mannschaft nahm sich Wiedergutmachung vor. Die ´74erinnen haben 13 Siege aus 13 Pflichtspielen erzielen können, und führen seit geraumer Zeit die Tabelle an. Trainer Plistermann musste aufgrund verletzungsbedingten Ausfällen Veränderungen, auf insgesamt 3 Positionen, vornehmen.

Das Wetter bot bestes Fußballwetter, unangenehm für Zuschauer, denn es regnete wie aus Eimern.

Das Schiedsrichtergespann pfiff, nach einer Gedenkminute für die Opfer von Hanau, die Partie an. Beide Mannschaften waren heiß. Die erste Halbzeit war für uns holprig, so entschieden wir uns oft, den komplizierten Pass zu spielen, als die Nebenfrau ins Spiel einzubinden. Knospe koordinierte vor allem von hinten heraus viel, die Mannschaft schob, sprach miteinander und wir halfen uns, wann immer es notwendig war.

Wir wussten, dass 74 immer über ihre 6er im Zentrum das Spiel in die Spitze lenkt. Dies versuchten wir so gut es ging zu unterbinden. Leider liefen wir doch sehr oft in den Konter und fingen uns, durch Fehlpässe eingeleitet, 3 Tore nach Gang, mithilfe einer Doppelpasssituation direkt vorm Tor. Unsere Torhüterin Petersen war machtlos gegen die ersten vier Zähler. Das vierte Tor war, so muss man ehrlich sagen, ein schönes obendrein.

Aber auch wir hatten zwei Großchancen in der ersten Halbzeit, ohne jedoch zuzugreifen. Bei der dritten wurde die Spielsituation in Form eines Freistoßes unterbrochen, kurios, so war es Bonk die im 16er zum Boden befördert worden war. Aber der Schiedsrichter stand sehr nahe und so gab es keinerlei Grund die Entscheidung anzuzweifeln.

Mit Null zu Vier ging es in die Kabine. Trainer Plistermann musste jedoch nicht motivieren, denn alle waren hochmotiviert. Kapitänin Kühn und Mitspielerin Spudic heizten die Mannschaft nochmals an und so ging es mit stolzer Brust zurück aufs Feld, um zu zeigen was wir können.

Die Babelsbergerinnen wussten gar nicht wie ihnen geschah.

Plötzlich waren sie es, die verteidigen mussten, die im Spielaufbau unterbrochen wurden, die keine Anspielstation mehr hatten und wenn doch, liefen die in den Konter. Nur zehn Minuten nach Wiederanpfiff sollte dann endlich etwas zählbares zustande kommen. Kühn gab die Vorlage zum Eins zu Vier, welches durch Glink vollendet wurde. Borgsdorf hat sich keinesfalls geschlagen gegeben!

Das Spiel wurde ruppiger, so wurden wir mehrmals unsanft aus dem Spiel gerissen. Da Plistermann, seine einzige Ergänzungsspielerin, Ruppel, zur Halbzeit gebracht hatte, musste die verletzte Spudic ohne Tausch den Platz verlassen. Die letzte viertel Stunde spielten wir nun in Unterzahl. Plistermann musste nochmals umstellen, hierdurch gelang es Babelsberg vier Minuten vor Schluss, den Spielstand auf Eins zu Fünf zu erhöhen. Doch wir hörten nicht auf und schafften eine Minute später, wir schrieben die 89. Spielminute, erneut den Anschlusstreffer, durch Glink und Abschluss Kühn, zum Endstand von Zwei zu Fünf.

Den Babelsbergern sah man die Unzufriedenheit nicht nur an, sondern wir spürten sie zugleich. Wir ärgerten uns nur, dass wir unsere Chancen nicht voll genutzt haben, so wäre durchaus ein unentschieden drin gewesen.

Stimmen aus der Mannschaft zum Spiel:

Kapitänin Kühn: „Ich bin total stolz auf meine Mannschaft. Auch wenn wir das Spiel heut nicht gewinnen konnten, haben wir sie gehörig geärgert und vor Probleme gestellt. Das was wir momentan mit 14 Kriegern auf dem Platz schaffen ist Wahnsinn.“

Spudic: „Ich kann mich den Worten unserer Kapitänin nur anschließen. Ich habe die meisten Fußballjahre von allen auf dem Rücken, aber diese Moral, die ich in dieser Mannschaft spüre, ist auch für mich, in dieser Form neu.“

Knospe: „Unser Zusammenhalt auf dem Platz ist echt beeindruckend. Es macht selbst mir, endlich wieder Spaß!“

Bitterer Beigeschmack, an diesem Tag, war die Notwendigkeit eines RTW´s für eine unserer Spielerinnen, die nach einem unabsichtlichen Schlag gegen den Kopf, nach dem Spiel zusammengebrochen war. Aber sie wurde eingehend untersucht und durfte bereits am Montag, das Krankenhaus verlassen! Wir wünschen weiterhin gute Besserung!

Es spielten:

Delia Petersen, Sophie Runge, Johanna Ulle, Monique Gottwald, Franziska Kühn, Sarah Gohla, Monique Knospe, Sandra Spudic, Lisa-Michelle Dietrich, Larissa Glink, Katharina Bonk und Anja Ruppel