Botengänge für Risikogruppen erreicht Meilenstein

Am 14. März des Jahres starteten wir als Verein unsere Aktion „Corona-Botengänge für Risikogruppen“ für unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger. Von Beginn an dabei war unser Vereinsmitglied Michael Reichert, der kürzlich seinen 50. Botengang erledigte. Wir trafen uns mit Michael der mit uns folgendes Gespräch führte:

Redaktion: Hallo Michael, danke dass du dir für dieses Gespräch Zeit nimmst und herzlichen Dank für 50 absolvierte Corona-Botengänge.

Michael: Gerne. Ja tatsächlich sind da seit Beginn der Krise bzw. seit Start unserer Aktion 50 Botengänge zusammen gekommen. Ich kann aber auch sagen, dass es viel Spaß macht für und mit den Betroffenen diese Gänge zu machen. Wobei es in der Regel ja keine Gänge sondern eher Fahrten sind.

Redaktion: Wie läuft denn so eine Corona-Fahrt ab?

Michael: Nachdem ihr ja die Aushänge u.a. mit meiner Telefonnummer verteilt habt, rufen die Leute halt bei mir an, sprechen den Termin jeweils ab und dann stehe ich pünktlich bereit.

Redaktion: Was für Fahrten absolvierst du dann?

Michael: Zum größten Teil sind es Einkaufsfahrten und Arztbesuche. Aber z.B. habe ich auch einen Neubürger der bei ALEP eingezogen ist, zum Rathaus gefahren, damit er seinen neuen Wohnort anmelden kann. Nebenbei habe ich etwa 3 Wochen auch noch einen über 80jährigen Nachbarn nach einer Knie-OP gepflegt, weil der halt bettlägerig war.

Redaktion: Gab es auch kuriose Begebenheiten?

Michael: Wie gesagt macht es meistens Spaß. Zweimal ist es passiert das Jemand am eigentlichen Ende der Fahrt festgestellt hat, das er was Wichtiges vergessen hat einzukaufen. Also Motor nochmal an und wieder los. Aber das passiert halt auch mal im Alter.

Redaktion: Gab es denn neben dem normalen Dankeschön auch Trinkgeld?

Michael (lacht): Ja, genau 17, 68 Euro. Da ich das aber nicht für mich sondern für unseren Verein mache, werde ich die Summe ein bisschen aufrunden und unserem Verein spenden.

Redaktion: Als Abgeordneter unserer Stadt Hohen Neuendorf und Vorsitzender des Fußballkreises Oberhavel/Barnim denkt man sich, wo du dafür dann noch die Zeit hernimmst?

Michael: Naja als Abgeordneter fanden jetzt während Corona nicht alle Sitzungen statt und der Fußball musste ja leider auch pausieren. Im Übrigen sind das ja eher alles Abendtermine. Die Corona-Fahrten habe ich tagsüber erledigt.

Redaktion: Michael vielen Dank das du dir die Zeit genommen hast für dieses Gespräch.  Ich glaube im Namen unseres Vereins zu sprechen wenn ich dir auch Dank für dein Engagement für unsere Aktion sage.

Michael Reichert in Aktion